Tritt (Gleich-)Strom an einer Stelle aus dem metallischen Leiter (z. B. der Schiene) in das Erdreich aus, wird in diesem Bereich eine Abtragung des Leitermaterials infolge des Streustromes stattfinden. Die folgenden Berechnungsmöglichkeiten sollen ein Gefühl dafür vermitteln, wieviel Materialverlust entstehen kann, wieviel Strom dazu notwendig ist und in welcher Zeitspanne sich diese elektrochemischen Vorgänge abspielen.

Metallart: Eisen/Stahl Kupfer Blei
Gelöste Masse:
(Dauerstrom von 1 A über 1 Jahr)
9,1 kg 10,4 kg 33,9 kg

Zu beachten ist, dass die Traktionsströme durchaus im kA-Bereich liegen können. Dieser fliesst aber natürlich nicht ständig. Diese Beispielberechnungen setzen allerdings einen zeitlich konstanten Strom vorraus. Ein Dauerstrom von nur 1 A löst innerhalb eines Jahres ca. 9,1 kg Eisen bzw. Stahl auf. Der gleiche Strom über die gleiche Zeit bewirkt aber bei Blei einen mehr als dreifachen Materialabtrag von ca. 33,9 kg. Das führte gerade bei bleiummantelten Erdkabeln (z. B. frühere Nachrichtenleitungen) zu erbeblichen Problemen im Kreuzungsbreich von (nicht ausreichend isolierten) Gleichstrombahnen.

Berechnung der Zeit zum Auflösen eines definierten Volumens bei zeitlich konstantem Strom
Berechnung der notwendigen Stromstärke zum Auflösen eines definierten Volumens bei vorgegebener Zeit
Material:
Materialstärke: mm
Durchmesser der Fehlstelle: mm
Stromstärke:
Material:
Materialstärke: mm
Durchmesser der Fehlstelle: mm
Einwirkzeit:
Einwirkzeit:
Masseverlust:
Volumen:
Stromstärke:
Masseverlust:
Volumen:

Der Massenverlust ergibt sich aus den Faradayschen Gesetzen:

Der experimentelle Aufbau (nach U. Bette, TAW) wird im folgenden Bild beschrieben. Eine definierte kreisförmige (bzw. zylindrische) Fehlstelle ist an der (sonst isolierten) Elektrode (gelb) angebracht, aus der der Gleichstrom austritt.